TRENDagentur.blog

7. Dezember 2011

Die Entdeckung der Langsamkeit

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"Stitch" von Susanne Westphal / DMY Berlin 2011

Unser Leben hat sich gerade in den letzten Jahren subjektiv stark beschleunigt. Ständige Verfügbarkeit über mobile Kommunikationsmedien und die Erwartungshaltung immer sofort eine Antwort auf alles zu erhalten, hat unser Arbeiten und auch das Privatleben in eine neue Dimension von Zeitumgang gebracht. Früher brauchte ein Brief eben ein paar Tage und wenn wir eine Information suchten, sind wir in die Bücherei gegangen und haben nach gelesen. Und wenn die Bücherei gerade an dem Tag oder zu der Zeit zu hatte, musste es eben warten.

Heute müssen wir wieder Geduld und Warten lernen. Wir suchen Entschleunigungszonen, in die wir uns zurück ziehen können, wie das eigene Heim oder kleine umhüllte Rückzugs-Inseln im stressigen Alltag.

Auch Jungdesigner spüren diese innere Unruhe, obwohl sie doch damit aufgewachsen sind, und es eigentlich völlig normal für sie ist. Gerade sie beschäftigen sich aber vermehrt mit dem Entwerfen von Produkten, die uns Entschleunigung schenken sollen. Alte Handwerks- und Handarbeitstechniken werden dabei immer öfter wieder entdeckt, denn um sie auszuüben, benötige ich Ruhe, Gelassenheit und einfach Zeit. So hat z. B. Susanne Westphal “zwei unfertige Sitzmöbel entworfen, die richtig viel Zeit beanspruchen”. “Wolly” und “Stitch” sollen den Sitzenden bewusst einen Moment aufhalten und zum Verweilen einladen. Beim Hocker “Wolly” sollen dabei Wollfäden abgewickelt werden, die dann beim Stuhl “Stitch” wieder in die Löcher gestopft werden sollen. Meditatives Sticken - völlig planlos oder aber nach einem traditionellem Muster. Dabei “entsteht ein Entschleunigsmoment, eine seltene Gelegenheit im Alltag gesammelte Eindrücke geistig zu verdauen”.

23. November 2011

Poesie in Schwarz-Weiß

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D oRsh von Claus Dorsch, Designers Open Leipzig

D''oRsh von Claus Dorsch, Designers Open Leipzig

Je technischer unsere Umwelt wird, desto stärker wächst in uns die Sehnsucht nach dem Gegenteil - nach Romantik und Poesie. Weiche liebliche Pastelle und Farben aus dem Rosa-Violett-Bereich sind deswegen nun schon länger ein Trendthema und bleiben auch wichtig. Auch das klassische, reduzierte Schwarz-Weiß lässt sich einfach nicht weg denken.

Schön ist nun die Kombination aus Romantik und Reduktion. Schwarz-Weiß trifft auf malerische Poesie, auf Spitzendeckchen und Schattenriss-Vögel, auf Gedichte und Kalligraphie. Muster sind von alten Tapeten und der verspielt dekorierten Konditorei inspiriert. Wichtig ist dabei das malerische, spielerische Element, dass dem reduzierten Schwarz-Weiß die Strenge nimmt.

6. Juni 2011

Von wegen Tarnung

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Anzug: Herr von Eden, Hamburg / Hocker, Opinion Ciatti, Salone del Mobile

Anzug: Herr von Eden, Hamburg / Hocker, Opinion Ciatti, Salone del Mobile

Camouflage kommt aus dem Französischen und heißt übersetzt Tarnung, Verschleierung. Camouflage-Drucke kennen wir ursprünglich von militärischer Kleidung und den Anstrichen bei Militärfahrzeugen.

Camouflage-Drucke haben sich nun aber schon seit einiger Zeit von ihren militärischen Wurzeln gelöst und stehen nun für lässiges, hippes Design. Egal, wo wir hin schauen, überall begegnet uns im Moment das prägnante fleckige Muster. Eine Zeit lang sahen wir andere Farbvarianten, die sich komplett von der ursprünglichen Farbigkeit entfernt hatten, aber jetzt sind gerade Oliv und Schlammfarben insgesamt total angesagt.

Camouflage-Prints finden sich nun auch nicht mehr nur auf Shirts, Hosen und Jacken sondern ganz trendy auf streng geschnittenen Anzügen - ganz elegant leicht changierend. Und auch beim Wohnen darf sich nun die Sitzgarnitur gerne mal “tarnen”.

Kontakt:
Hocker: Opinion Ciatti, www.opinionciatti.com
Anzug: Herr von Eden, Hamburg, www.herrvoneden.com

17. Februar 2011

Konservieren und bewahren

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Stockholm Furniture Fair Feb. 2011

Stockholm Furniture Fair Feb. 2011

Wir kennen Schmuck mit Bernstein, in dem Insekten eingeschlossen sind. Die Insekten sind im Harz geschützt konserviert. Diese in der Natur durch Zufall entstandene Konservierung, wird heute bewusst von jungen Designern eingesetzt.

Alte Flaschen oder Stühle werden in eine Harz ähnliche Polymer-Substanz eingeschlossen. Alte Orientteppiche-Fragmente werden in transparente Tischplatten eingelegt. Dinge werden alt und ändern in diesem Prozess ihr Aussehen. Konservierung ist der beste Weg das Altern zu stoppen und den besten Lebenszeitpunkt des Designs sozusagen für immer einzufrieren. Objekte der Vergangenheit können so länger erhalten bleiben.

Wir stellen diese Dinge, die uns wichtig sind, aber nicht museal zur Schau, sondern belassen den Nutzen, wie bei dem Stuhl, oder suchen nach neuen Nutzungsmöglichkeiten, wie bei den Trinkflaschen, die zu Vasen werden oder der Teppich, der nun Tisch ist.

Wir überdenken unsere Wegwerf-Mentalität. Auf der Suche nach Werten und Beständigkeit in unserer schnelllebigen Zeit macht sich eine neue Kultur des Bewahrens durch Konservierung und Schutz breit. Wir zeigen damit auf wunderbare Weise unseren Respekt für das Design und die Arbeiten vergangener Zeiten.

“The time that has passed by has a sublime beauty that exceeds the object.”

Kontakt:

“Amber Chair” und “Amber Bottle”: Jaeuk Jung
www.jaeukjung.com

Tisch “Conserve”: Saori Ichikawa
www.saoriichikawa.blogspot.com

3. Januar 2011

Die Zeit vergeht so oder so

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links: Gluck, Designers Open Leipzig / rechts: Chrono-Shredder, DMY Berlin

links: Gluck, Designers Open Leipzig / rechts: Chrono-Shredder, DMY Berlin

Wenn ein neues Jahr beginnt, denken wir vermehrt über unsere Zeit nach - was im letzten Jahr alles passiert ist, Gutes und Schlechtes, und wie wir die Zeit in diesem neuen Jahr gerne verbringen möchten.

Damit wir an alle Termine denken, immer pünktlich sind und einfach immer wissen, was die Zeit geschlagen hat, ist es wichtig, Zeitmesser für Stunden, Minuten und Tage zu Hause zu haben. Nachdem wir immer und überall von Technik über Technik umgeben sind, tut es gut, die Zeit zu Hause mal analog statt digital anzuzeigen.

Die Wanduhr “Gluck” von Martin Neuhaus arbeitet mit den drei klassischen Zeigern, aber das Ziffernblatt ist erfrischend anders. Der Bierdeckel vom letzten langen Kneipenbesuch scheint seinen Weg an die Wand gefunden zu haben. Die handschriftlich notierten getrunkenen Bierchen und verzehrten Speisen übernehmen die Ziffern der Uhr.

Der “Chrono-Shredder” von Susanna Hertrich ist ein Kalender, der die vergangenen Tage einfach zerschreddert. So sehen Sie an dem wachsenden Papier-Streifen-Haufen auf dem Boden, wie weit das Jahr schon voran geschritten ist und bekommen zudem täglich ein sich veränderndes Design-Kunstwerk ins eigene Zuhause. Der “Chrono-Shredder” erinnert uns an die Flüchtigkeit des Jetzt und dass die Zeit unumkehrbar vergeht. Wenn Sie sich an einem Tag besonders geärgert haben, ist es ein wohltuendes Gefühl, diesen Tag durch das Shreddern als beendet abhaken zu können.

Die Zeit können wir nicht aufhalten, sie vergeht so oder so, aber wir können ihr einen angemessenen Rahmen geben.

Kontakt:

“Gluck” von Martin Neuhaus
www.martin-neuhaus.com
info@martin-neuhaus.com

“Chrono-Shredder” von Susanna Hertrich
www.susannahertrich.com

26. November 2010

Gürtel wechsel Dich

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wechselwild1

Sie wollten schon immer gerne Ihren Gürtel dem Outfit, Event oder Ihrer Laune anpassen? Vielleicht möchten Sie damit sogar Botschaften aussenden?

Dann sind Sie bei “wechselwild.com” richtig. Da gibt es seit Mitte letzten Jahres das erste Hüftschloss der Welt zum selbermachen und umgestalten. Wer möchte schon Standard, wenn er Individuelles, Personalisiertes haben kann?

Das Schöne bei diesem Gürtel ist, dass Sie sich beim Aussehen nicht für immer festlegen, abgesehen von dem Ledergürtel, den es in Schwarz und Braun gibt, aber da kann man ja auch einfach beide Varianten bestellen. Sie können das Aussehen Ihres Gürtels immer wieder neue erfinden, indem Sie einfach ein neues Magnetbild auf die Schnalle heften. Ob Muster, Illustration oder Foto – alles was digital gedruckt werden kann, ist möglich! Zudem bietet wechselwild eine Online-Plattform, auf der jeder seine Kreationen präsentieren und sich darüber austauschen kann. Natürlich besteht auch die Möglichkeit sich sein Lieblingsmotiv aus einem stetig anwachsenden Fundus an Wechselbildern auf wechselwild.com auszusuchen, anstatt selbst kreativ tätig zu werden.

Im Starterset sind das matt versilberte Hüftschloss inklusive Startmotiv, ein Gratis-Wechselbild nach Wunsch sowie die Sammelbox enthalten - denn sicherlich wird die Anzahl der Wechselbilder mit der Zeit steigen, denn die Bilder sind absolut erschwinglich.

Wer mit Gürtel im Allgemeinen nichts anzufangen weiß, kann die magnetischen Teile auch ans Gefährt oder den Kühlschrank zimmern.

Das Weihnachtsgeschenk für meinen Mann habe ich mir schon gesichert und ich denke, ich werde mir wohl auch einen wechselwild-Gürtel gönnen. Dann können wir im Partnerlook gehen oder ich gestalte sogar ein großes Bild über beide Gürtel hinweg … ich muss jetzt leider aufhören, mir ist da gerade eine Idee gekommen …

Kontakt:
www.wechselwild.com

9. November 2010

Sie sollten mal neue Verbindungen eingehen

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links: Bender Stool von Paul Evermann, Designers Open Leipzig / rechts: Nils Holger Moormann, Salone del Mobile Mailand

links: Bender Stool von Paul Evermann, Designers Open Leipzig / rechts: Nils Holger Moormann, Salone del Mobile Mailand

Der Kabelbinder ist ein universell einsetzbares, schnell zu verwendendes und preisgünstiges Verbindungselement. Ursprünglich wurden Kabelbinder entwickelt, mehrere Kabel miteinander zu verbinden oder an anderen Gegenständen zu fixieren. Nun zeigen sie sich im Wohnraum - ganz Understatement - als Gestaltungselement.

So werden beim “Bender Stool” die Holz-Stuhlbeine mit dem Sitz ganz lässig und farblich abgestimmt mit Kabelbinder verbunden. Die Kabelbinder ermöglichen eine werkzeuglose Montage des Hockers an jedem beliebigen Ort. Alternativ können auch ganz individuell zum Beispiel ausgediente Stuhlbeine oder Fundholz benutzt werden.

Und wer schreibt vor, dass Holzbretter miteinander verschraubt oder genagelt werden müssen? Auch hier erweisen sich Kabelbinder als sehr nützlich und optisch interessant.

Der Baumarkt als Inspirationsquelle für neue Wohnideen steht auf meiner Liste auf jeden Fall ganz oben.

Kontakt:
Paul Evermann, www.paulevermann.com
Nils Holger Moormann, www.moormann.de

1. Oktober 2010

Lässiger Scandinavian-Style

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links + mitte: House Doctor / rechts: Arcade

links + mitte: House Doctor / rechts: Arcade

Ein Wohnthema zwischen reduzierter Formensprache und zarter Poesie erobert unsere Räume und hinterlässt ein Feeling von guter Laune und unkomplizierter Lässigkeit.

Die Möbel sind aus hellem Holz - gekälkt, gebleicht, weiß gestrichen oder in gräulichem Vintagelook. Zu dieser Farbigkeit gesellen sich warme Haut- und Brauntöne sowie romantische angegraute Rosé und Violetttöne. Textilien und Teppiche zeigen sich grob aber doch ganz weich. Nicht nur Holz zeigt eine abgenutzte Optik, auch die Möbelstoffe und Kissen sind aus robustem Segeltuch, ungleichmäßig ausgeblichen und abgerieben. Luftig gestrickte oder gehäkelte Wohndecken hängen lässig über der Lehne. Der Hocker darf auch gerne mal puschelig wie ein Pompon aussehen. Im Kontrast dazu stehen Accessoires wie Lampen und Vasen in geradliniger metallischer Optik und weißes Porzellan.

Die Gesamtoptik ist aufgeräumt und luftig, farblich dezent zurückhaltend, aber trotzdem frisch und gar nicht langweilig.

Kontakt:
House Doctor, www.housedoctor.dk
Arcade Collections, www.arcadeavec.com

10. September 2010

Balkon-Inszenierungen auf der Spoga 2010

Abgelegt unter: Interior — Tags:, , , , , , , — Gabriela Kaiser @ 11:57

spoga2010_balkon-inszenierungen

Ein Balkon wird je nach Bedarf und Bewohner als Raucherplatz, zum Wäschetrocknen, Sonnen, Lesen, Entspannen, Grillplatz, Partyzone, Nutzgarten, Abstellplatz (für z. B. Getränkekästen) … genutzt. Bei einem Balkon von weniger als 4 qm ist es schon eine echte Herausforderung, so viele unterschiedliche Bedürfnisse wie möglich zu erfüllen, und trotzdem einen schön gestalteten Balkon zu haben. Da müssen Möbel und Accessoires flexibel, Platz sparend und auch mal auf kleinem Raum weg zu räumen sein.

Da wir verschiedene Vorlieben haben, habe ich für die koelnmesse auf der Spoga vom 5.-7. Sept. vier verschiedene Möglichkeiten konzipiert und dort im Gartenmöbelpark vorgestellt:

Der Praktiker

Für ihn stehen vor allem die Funktion und das Praktische im Vordergrund. Produkte ohne Sinn und Funktion mit rein dekorativem Charakter sieht man bei ihm fast nie. Die Materialien seiner Produkte sollten möglichst pflegeleicht sein. Multifunktionale Produkte sind für das Größte. Ein Wäscheständer, der sich zu einem Stuhl wandeln lässt, ein Regalsystem für das Balkongeländer mit verschiedenen Steckmöglichkeiten für Tisch , Regalboden usw., Pflanzsysteme mit Selbstgieß-Funktion, ein modulares Tischset, das sich je nach Bedarf, umgestalten lässt, sind nur einige Beispiele. Auch bei den Pflanzen hat er am liebsten Nutzpflanzen wie Kräuter, Erdbeeren und Tomaten auf seinem Balkon.

Der Purist

Er liebt es clean, minimalistisch und perfekt. Weniger ist mehr ist hier die Devise und jedes Teil wird dabei sehr sorgfältig ausgesucht. Wertige, technisch wirkende Materialien wie Chrom, Stahl, Plexiglas, hochwertige Kunststoffe arrangiert er in zurückhaltender Unfarbigkeit. Als Highlight darf eine Farbe wie Rot oder Violett sparsam akzentuiert eingesetzt werden. Seine Produkte sind schlicht, geradlinig, unkompliziert und sie werden streng, gereiht, symmetrisch gezeigt. Selbst die Pflanzen sollten reduziert und perfekt wirken - niemals bunt sondern in wenigen gut aufeinander abgestimmten Farben bis hin zu reduziertem Weiß. Er liebt elegante Blumen und perfekt geschnittene Sträucher.

Der Naturliebhaber

fühlt sich sehr stark der Natur verbunden. Er liebt Naturmaterialien, wie Holz, Stroh, Kork, Keramik, warme harmonische Farben und der Natur nachempfundene Optiken. Im Moment darf es dabei richtig urig und archaisch zugehen. Baumstümpfe, Äste und Wurzeln dienen als Inspiration werden aber auch tatsächlich als Möbel und Accessoires genutzt. Die Formensprache ist organisch, weich gerundet, aber auch kristallin. Vögeln bietet er auch auf seinem Balkon gerne ein Zuhause. Natur darf aber auch mal ganz modern im Kontrast dazu gezeigt werden, wie mit Kissen aus transparenten Hüllen in denen Stroh, Heu oder Federn stecken. Seine Pflanzen wachsen eher wild und natürlich ungestüm.

Der Romantiker

liebt es dekorativ, unbeschwert und verspielt. Als Materialien mag er z. B. weiß gestrichenes Holz, feines Porzellan, Kristallglas und bedruckte Stoffe. Seine Wohnräume erzählen eine Geschichte von Nostalgie mit Vintage-Charme und Gebrauchsspuren. Die Farben dürfen hier durchaus sehr feminin sein mit Rosa, Pink, Violett-Tönen und Rot zu neutralem Weiß. Kissen und Accessoires sind üppig vorhanden und dürfen floral und verschnörkelt sein. Damit es nicht zu unruhig wird, wird die Dekoration in Gruppen inszeniert. Die ganze Szenerie ist voll Poesie und darf auch gerne märchenhaft verwunschen sein. Die Flora zeigt sich als reiches Bouquet von vielen verschiedenen Blumen - üppig und farbenfroh blühend.

PDF-Dateien der 4 Inszenierungen zum kostenlosen Download finden Sie bei
www.TRENDagentur.de => references => koelnmesse

23. August 2010

Modische Garderoben

Abgelegt unter: Interior — Tags:, , , — Gabriela Kaiser @ 12:17
links: Pallucco, rechts: Helena Lebá

links: Pallucco, rechts: Helena Lebá

Modedesign beeinflusst oft auch unsere Wohnprodukte und das Produktdesign. Manches Mal zeigt es sich nur bei den Farben und Trendthemen, manches Mal aber auch noch viel deutlicher wie bei diesen neuen Garderobenlösungen.

Gerade der Flur als Entrée des Heimes verdient optisch ansprechendes Design und da ist es schön, dass sich die Designer bei den Garderoben, die ja elementarer Bestandteil der meisten Flure sind, schöne, neue Möglichkeiten erdacht haben.

So werden die aufgehängten Kleidungsstücke bei Pallucco von einer starren Pelerine geschützt. “Tabard” ist eine Garderobe, die sozusagen eine elegante halbtransparente Schale trägt, die in ihren Formen an eines der typischen Kleidungsstücke am Ende des neunzehnten Jahrhunderts erinnert: der Umhang – der lange Mantel ohne Nähte, der um den Körper gehüllt wird. Bei dieser Garderobe, die sich um 120° dreht und damit öffnen lässt, sind die Rollen vertauscht. Während traditionelle Garderoben von den Kleidungsstücken bedeckt werden, ist es hier Tabard, der die Kleidungsstücke bedeckt, sie vor Staub schützt und diesem Objekt eine neue und originelle Optik verleiht. Innen lässt zudem eine Lichtquelle ihr Licht durch das durchscheinende Material des Umhangs dringen und schafft so einen Hauch von Geheimnis, Zauber und Verführung.

Helena Lebá hat eine Garderobenbox mit Ablage erdacht, die an der Kante von einer textilen Fransenbordüre geziert wird. So wird eine Verbindung von der Garderobe zur Kleidung hergestellt. An einer Stange unten kann ich meine Jacken aufhängen und oben in die Box Kleinkram hinein legen.

Es ist doch immer wieder gut über seinen Teller hinaus zu schauen, um so zu neuen interessanten Design-Lösungen zu gelangen.

Kontakt:
Helena Lebá, www.le-ba.de
Pallucco, www.pallucco.com

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